Die sechs Human Design Profillinien im Zusammenhang mit ganzheitlicher Gesundheit auf körperlich, geistiger und seelischer Ebene.

1. Zahl: bewusste Linie =
Sonne / Verstand / Fahrer

Die Sonne steht im Human Design für deine Lebenskraft und symbolisiert die Eigenschaften, die du nach außen in die Welt strahlst. Auf der linken Seite steht sie z.B. für deine (unbewusste) Ausstrahlung (also z.B. auch das, was andere Menschen an dir und deinem Körper wahrnehmen).


2. Zahl: unbewusste Linie =
Erde / Körper / Auto

Die Erde steht im Human Design für Erdung und Balance und symbolisiert die Eigenschaften, die du mit der Lebenskraft der Sonne erschaffst.

Sonne und Erde gehören zusammen. Sie sind wie zwei Seiten einer Medaille – wie Yin und Yang. Auf der linken Seite hast du also deine unbewusste Sonne / Erde, deine unbewusste Ausstrahlung / Erscheinung und auf der rechten Seite deine bewusste Sonne / Erde, also deine bewusste Ausstrahlung / Erscheinung – deine Persönlichkeit.

 

Was dich bei den Profil-Linien erwartet:

Die meisten Menschen, die mit Human Design in Berührung kommen, erkennen sich in den Linien am besten wieder. Die Human Design Linien helfen dir, deine einzigartigen Fähigkeiten zu entdecken und ganz spezielle Eigenschaften von dir zu verstehen. Zum Beispiel, warum du ständig das Gefühl hast, nicht genug zu wissen oder warum die Menschen immer zu dir kommen, wenn sie ein Problem haben, weshalb du überhaupt nicht gerne Bedienungsanleitungen liest oder wieso du gerne mal in die Einsamkeit abtauchst.

• Beschreibung deiner Persönlichkeit und Fähigkeiten

• Einsichten in deine verschiedenen Wünsche, Erwartungen, Weisheiten und Bedürfnisse.

• Aus der Kombination deiner bewussten und unbewussten Linie ergibt sich dein individuelles Human Design Profil

• Die Vereinigung dieser Persönlichkeitsmerkmale formt deine einzigartige Identität

Wie schon gesagt kann die Zahl hinter dem Punkt einen Wert von 1 bis 6 annehmen. Diese sechs Nummern kommen aus den Hexagrammen des I-Ging. Linie 1, 2 und 3 stellen den unteren Teil eines Hexagramms da und beschreiben im Human Design eher persönliche (auf sich bezogene) Eigenschaften. Linie 4, 5 und 6 korrelieren mit dem oberen Teil eines Hexagramms und stehen damit eher für transpersonale / gesellschaftliche Dinge.

Man kann sich die 6 Linien als klar unterscheidbare und gleichwertig bedeutsame Stufen vorstellen, die mit einem Haus verglichen werden können. Jede Linie entspricht ganz stark prägenden vorherrschenden Themen und Einstellungen, die sich vor allem auf der Persönlichkeitsseite daraus ergeben. Wenn man also unter HD-Kennern ist, reicht oft eine einzige Zahl, nämlich meist die bewusste Profilzahl um weitgehende Informatioen über eine Person zu erhalten.

 

Die  6 Linien helfen uns dabei, unsere Persönlichkeit auf einer tiefen Ebene zu verstehen. Das Profil ist somit ein wichtiges Kernelement, um den Menschen zu verstehen. Die Profillinien kann man auch mit Archetypen vergleichen. Ein Profil verkörpern wir. Sie beschreiben somit sozusagen unseren Charakter.

 

 

Man kann sich die Entwicklung der Linien ungefähr so vorstellen:

Linie 1: „Ich möchte ein solides Fundament
schaffen und alles genau verstehen.“

Linie 2: „Ich entdecke ein Thema, das mich
begeistert, und vertiefe mich darin.“

Linie 3: „Ich probiere das Gelernte aus und schaue,
was wirklich funktioniert.“

Linie 4: „Ich teile meine Erfahrungen und
bringe Menschen miteinander in Verbindung.“

Linie 5: „Ich beobachte das alles und versuche zu verstehen,
was dahintersteckt und welchen größeren Sinn es ergibt.“

Linie 6: „Ich beobachte das Ganze mit Abstand, erkenne früh, wohin sich etwas entwickelt, und werde durch meine Erfahrungen zum Vorbild für andere.

 

 

 

 

Linien auf mentaler Ebene
am Beispiel “Meeting”

1. Linie: hat das Meeting geplant. Ich weiß genau, worauf wir achten müssen, wenn wir uns treffen. Ich habe jede Agenda vorbereitet, jede Notiz gelesen, bin seit Wochen vorbereitet.

Selbstbeobachtung

Eine 1. Linie sitzt wahrscheinlich mit Notizen oder Laptop da, hört aufgeregt zu und sagt: „Kannst du das bitte noch einmal erklären?“ Sie will alles genau verstehen und ist sehr aufmerksam.




2. Linie:
Ich schaue einfach mal, wie das Meeting läuft, Hauptsache ich habe einen Platz, an dem ich ungestört arbeiten oder mich zurückziehen kann.

Projektion

Eine 2. Linie sagt: „Oh, das ist ein richtig spannendes Thema“ und unterhält sich mit genau einer anderen Person über den Punkt. Sie nehmen das Meeting erstmal locker, beobachten aber genau, was passiert. 

 



3. Linie:
Es gibt verschiedene Arten, Meetings zu gestalten. Ich probiere einfach mal, aber die anderen dürfen nicht mitbekommen, wie viele Meeting-Formate ich schon ausprobiert habe, damit ich glänzen kann mit der besten Struktur oder Idee.

ANPASSUNG

Wie strukturiere ich jetzt meinen Beitrag? Soll ich meine Idee zuerst vorstellen oder warten? Welche Möglichkeiten gibt es, das Meeting interessant zu gestalten? Wie kann ich Spaß haben und trotzdem glänzen?

 



4. Linie:
Zelebriert den Moment im Meeting, denkt: „Wie schön, dass wir alle gemeinsam Ideen austauschen und zusammenarbeiten.“

Externalisierung
Ich vertraue mich euch jetzt an, teile meine Ideen offen, mal sehen, wie die anderen reagieren. Bin ein bisschen beleidigt, wenn jemand nicht richtig auf mich eingeht.



5. Linie:
Sitzt auch im Meeting, beobachtet alles sehr genau: Was könnte schieflaufen? Wie kann ich das Meeting optimieren? Sie denken stetig: „Das geht besser.“ Sie überprüfen die Beiträge der anderen und sagen: „Warum machen wir das nicht so oder so? Nächstes Mal gebe ich die Struktur vor.“

Universalisierung

Diese Linie ist damit beschäftigt, das Meeting zu optimieren. Sie denkt: „Wie könnten wir das nächste Mal effizienter arbeiten?“ oder „Warum machen wir das Meeting nicht so?“ Sie analysieren alles, geben Feedback und planen Verbesserungen.

 



6. Linie:
Sitzt zwar im Meeting, ist aber gedanklich eher abwesend. Sie denken: Warum machen wir Meetings überhaupt? Was ist der Sinn dahinter? Sie sehen mögliche Konflikte oder Drama schon kommen.

Übergang

Die 6. Linie beobachtet still und denkt: „Warum machen wir Meetings eigentlich? Was ist der Sinn? Wie wird das alles ausgehen?“ Sie sehen die Dynamik und mögliche Konflikte schon kommen.

Linie 1 Persönlichkeitsseite
1/3 und 1/4

„Ich möchte ein solides Fundament schaffen und alles genau verstehen.“ 

autoritär/ängstlich – empathisch/separatistisch – kreativ/unsicher – schwach/stark, Lehrer, Forscher, Experte, selbstmotivierter/angstmotivierter Autorität, von tiefem Interesse für Erziehung, Lernen und Lehren, Sicherheit/Unsicherheit

Der Beginn ist immer das ICH, die Subjektivität: ich betrachte, ich erkenne, ich bewerte, ich teile mich mit, ich will was. Die erste Linie ist also die Perfektion der des subjektiven Interesses, daraus ergibt sich oft ein unglaubiches Spezialwissen, das oft wissenschaftllich genutzt wird. Erste Linien sind vor allem an der konkreten Erfahrbarkeit von Wissen interessiert. Theorie oder Glaube ist für eine Erste Linie tendenziell uninteressant. Die Erste Linie will den schlüssigen Beweis. Was eine Erste Linie jedoch vor allem interessiert oder womit sie sich beschäftigen sollte, ist das ICH, was zu der Empfehlung der Innenschau führt. Wenn Erste Linien sich bemühen, allgemeingültige Wahrheiten zu vermitteln, werden sie vermutlich ignoriert oder missverstanden. Wenn sie aber dies als subjektive Wahrnehmung definieren, dann erkennen alle anderen, dass hier wirklich ein ganz besonderer Spezialist sie in Kenntnis setzt von etwas, mit dem er oder sie sich schon intensiv auseinandergesetzt hat, weil diese Person genuin und persönlich an diesen Aspekten interessiert ist und forscht.

Spricht immer die Wahrheit über den Prozess des Hexagrammes aus = Basis

Der Fußboden im Erdgeschoß

Lernthema:
ERLÖSE DICH VON DEINEN ÄNGSTEN DURCH INNENSCHAU UND VERMITTLE DEINE SUBJEKTIVE
ERKENNTNISSE ALS ICH-BOTSCHAFT!

 

Mentale Linie 1/x
Ermittler > Selbstbeobachtung

Die erste Linie steht für Menschen, die einen starken Drang haben, Dinge ganz genau zu verstehen. Sie wollen wissen, wie etwas funktioniert, warum etwas so ist und was dahintersteckt. Dabei entsteht ein großer Wissensdurst: Man möchte immer noch mehr erfahren, noch tiefer gehen und möglichst viele Details kennen. Oberflächliche Antworten reichen oft nicht aus – man möchte ein solides Verständnis entwickeln.

Deshalb wird die erste Linie auch als „Ermittler“ bezeichnet. Menschen mit dieser Energie beobachten genau, hinterfragen Dinge und sammeln Wissen, bevor sie sich sicher fühlen. Die erste Linie bildet außerdem das Fundament für vieles in unserer Gesellschaft.

Vieles, was wir heute wissen und auf dem wir unser Leben und unsere Gesellschaft aufbauen, entsteht durch Menschen, die genau hinschauen, forschen, hinterfragen und sich Wissen aneignen. Auch die zweite Linie hat ein Bedürfnis nach Wissen. Der Unterschied liegt jedoch darin, wie dieses Wissen entsteht und wofür es gebraucht wird. Bei der ersten Linie geht es vor allem darum, Dinge gründlich zu untersuchen und eine sichere Wissensgrundlage zu schaffen.

Physischer Körper. Die Grundlage. Sicherheit und Unsicherheit. Singularität, Unabhängigkeit, befasst sich mit sich selbst. Selbstbeobachtung und Untersuchung, um die Grundlage der Dinge zu finden.

Schatten > Angst, Unterdrückung, Unsicherheit, Verstecken oder Verhör. Egozentrisch, introvertiert, ernst, mangelnder Humor und Neugier, sich der Anwesenheit des anderen nicht bewusst. Körperlich zusammengebrochen oder angespannt, starr, unfähig sich zu bewegen. Ohne eine sichere Grundlage, hat keine innere Verwurzelung, fühlt sich minderwertig, instabil, stellt Fragen oder macht ein Verhör.

Licht > Frieden, verwurzelt auf der physischen Ebene. Vertrauen, innere Sicherheit, steht für sich und seine eigenen Bedürfnisse. Die durch Forschung und Selbstbeobachtung erworbene Grundlage gibt ihm Autorität, Sicherheit und Verwurzelung und ermöglicht es ihm, den anderen zu erkennen.

 

Linie 2 Persönlichkeitsseite
2 /4 und 2/5

„Ich entdecke ein Thema, das mich begeistert, und vertiefe mich darin.“

Naturtalent – Magnetismus – Sensibilität/Trotzkopf – Bewusstheit – dem Ruf folgen

Guru / Einsiedler / Naturtalent

Ein Mensch mit einer Zweiten Linie hat für andere Menschen oft unverständliche Visionen, hat oftmals – vor allem als Kind – die Fähigkeit zu poetisch-verträumten Beobachtungen und Eingebungen, die einer konkreten Prüfung jedoch oftmals nicht standhalten. Die Zweite Linie ist Glaube und Dogma und gar nicht an Beweis oder wissenschaftlicher Genauigkeit (Erste Linie) interessiert. Wenn eine Zweite Linie sich auf geistig-spiritueller Ebene verstanden fühlt, dann kann sie sehr offen und mitteilsam sein (Guru), jedoch haben die meisten Zweiten Linien die Erfahrung gemacht, dass die Umwelt nicht die geistig/philosophische Offenheit hat, sich mit so unglaublichen Inhalten beschäftigen zu wollen und dann ziehen sich diese Menschen in eine Innere oder Äußere
Eremitage zurück.

Wo die Zweite Linie den Ruf erhält, ihren Platz zu finden zwischen Theismus/Spiritualität und Antitheismus/Weltlichkeit, entdeckt sie ihre persönliche Beziehung zu den mystischen Kräften, welche unvermittelt auftauchen, erkennt die Illusion der Maya und die Konditionierungen. Aus dieser Nähe zu Gott/Spiritualität heraus fühlt sie sich so geborgen, dass sie sich und anderen nichts beweisen muss, sieht aber auch nicht über den Tellerrand hinaus – die Wahrnehmung ist also – ähnlich wie die Erste Linie – selbstbezogen und personal, lädt andere allerdings magnetisch ein, sich einzumischen. Kinder mit dieser Linie sollten so erzogen werden, dass sie sich ihrer selbst bewusst werden und somit selbstbewusst werden.

Fenster im Erdgeschoß, durch das
beobachtet wird, hineinprojiziert

Lernthema:
ÜBERWINDE DEINE UNBEWUSSTHEIT UND SEI HOFFNUNGSVOLL.

Mentale Linie 2/x
Leidenschaft / Tanz

Die zweite Linie hat ebenfalls einen starken Wissensdurst. Der Unterschied zur ersten Linie besteht jedoch darin, dass sich die zweite Linie nicht für alles interessiert.

Die erste Linie möchte möglichst viel verstehen und Wissen sammeln. Die zweite Linie hingegen sucht sich bestimmte Themen aus, die sie wirklich begeistern. Wenn sie ein Thema gefunden hat, für das sie eine echte Leidenschaft entwickelt, kann sie sich sehr intensiv damit beschäftigen.

Dann kann es passieren, dass sie völlig in diesem Thema aufgeht. Sie möchte immer mehr darüber erfahren, ausprobieren und lernen. Man könnte sagen: Wenn die zweite Linie für etwas brennt, dann brennt sie richtig.

Deshalb ist es für die zweite Linie wichtig, genügend Raum und Zeit für ihre Leidenschaft zu haben. Sie braucht Rückzugsmöglichkeiten, um sich ganz auf das konzentrieren zu können, was sie gerade fasziniert.

Daher wird die zweite Linie auch als „Einsiedler“ bezeichnet. Sie zieht sich gerne zurück, um ihren eigenen Interessen nachzugehen und in Ruhe ihren Leidenschaften zu folgen.

Die zweite Linie wird außerdem mit dem Thema Projektion verbunden. Das bedeutet, dass andere Menschen bestimmte Fähigkeiten oder Eigenschaften in der zweiten Linie erkennen und von außen auf sie „projizieren“.

Oft sehen andere Menschen in einer zweiten Linie etwas, das diese selbst vielleicht noch gar nicht bewusst wahrnimmt. Dadurch kann es passieren, dass die zweite Linie von anderen „gerufen“ wird, ihre Fähigkeiten zu zeigen oder nach außen zu bringen.

Physischer Körper. “Ruf mich an. Nein, lass mich in Ruhe!”, Das Dilemma des Einsiedlers. Hat viel zu teilen, befürchtet aber, dass dies kein guter Anruf ist.

Schatten > Verleugnung, Explosion, Provokation, Anklage, Schuld, Fokus auf den anderen. Blind für sich selbst, für seine Fähigkeiten, für seine Energie, unbewusst. Hasst den Druck und die verborgenen Agenden -> Zurückhaltung, Zurückschieben, Wut.

Licht > Natürlichkeit, Frieden, entspannte Gelassenheit, Selbstvertrauen, bedingungslose Liebe. Leidenschaftliche, intensive, kraftvolle Energie. Intimität, mag Eins-zu-Eins-Beziehungen, leidenschaftliche Sinnlichkeit. Lebt sein Leben mit Natürlichkeit, folgt seiner eigenen Magie, muss nicht denken.

Linie 3 Persönlichkeitsseite
3/5 und 3/6

„Ich probiere das Gelernte aus und schaue, was wirklich funktioniert.“

Verlangen – Führen – Anpassungsfähigkeit – Veränderung – Versuch und Irrtum – Pessimismus

Die Dritte Linie ist wieder am Beweis (Erste Linie) durchaus mehr interessiert als an der Hoffnung (Zweite Linie), dass aus einer Vorstellung Wirklichkeit entstehen kann. Die Dritte Linie will und sucht also das Experiment, das vielleicht misslingt, aber so viele Erfahrungen birgt, dass daraus gelernt werden kann und ein neuer Versuch gestartet werden kann. Also ein Bild eines Stehauf-Menschen, der auch nach vielen Rückschlägen und viel Pessimismus letztlich doch nicht anders kann als sich aufraffen, neue Wege zu beschreiten, die vor ihm noch niemand beschritten hat. Es ist also eine Linie der Evolution, die geradezu den Drang hat, sich über das Tun zu definieren solange aus diesen Handlungen persönliche Entwicklungen entstehen.

Die Dritte Linie kann mit Wasser verglichen werden, das sich in flüssigem Zustand optimal anpasst, jedoch in allen anderen Zuständen jedes Gefäß sprengt. Wenn dies für die Umwelt unvorhersehbar passiert (was für eine Dritte Linie normal ist), dann ist die wichtige Frage, ob die Umwelt solche Sprünge / Grenzüberschreitungen selbst erlebt und positiv bewertet hat oder ob Mangelbewusstsein dazu führt, dass jeder Schritt aus der Reihe ein Schritt in Richtung Gefahr und Unglück bedeutet, für den man sich schämen muss. Dies prägt die Experimentierbereitschaft der Dritten Line sehr.

Haus: die Tür oder Treppe in den ersten Stock

Lernthema:
ÜBERWINDE DEINE SCHAM INDEM DU ERKENNST, WIE WICHTIG DEINE FEHLER FÜR DEINE ENTWICKLUNG SIND.

Mentale Linie 3/x
Märtyrer> Anpassung

Die dritte Linie baut auf dem auf, was die erste und zweite Linie bereits herausgefunden haben. Die erste Linie sammelt Wissen und schafft ein Fundament. Die zweite Linie entdeckt bestimmte Themen, für die sie eine große Leidenschaft entwickelt, und vertieft dieses Wissen. Die dritte Linie kommt nun und sagt:  „Okay, ich habe gesehen, was ihr herausgefunden habt. Aber funktioniert das auch wirklich im Leben?“

Die dritte Linie möchte Dinge ausprobieren und testen. Sie macht sozusagen einen Realitätstest. Dabei geht es nicht darum, einfach alles zu übernehmen, was andere herausgefunden haben. Sie möchte selbst erfahren, was funktioniert und was nicht.

Man könnte die dritte Linie mit einem Experimentator vergleichen – ähnlich wie MacGyver: Sie nimmt das, was bereits vorhanden ist, probiert es aus, verändert es und schaut, was daraus entsteht.  Dabei lernt die dritte Linie sehr viel durch Erfahrungen, Fehler und Anpassung. Ein Fehler ist für sie nicht unbedingt etwas Schlechtes. Er liefert wichtige Informationen: „Jetzt weiß ich, dass es so nicht funktioniert. Also probiere ich es anders.“

Deshalb beginnt die dritte Linie auch nicht ständig bei null. Sie nimmt vorhandenes Wissen, Erfahrungen und unterschiedliche Erkenntnisse und kombiniert sie auf neue Weise.

Das macht ihre Energie sehr kreativ und experimentierfreudig. Sie kann aus verschiedenen Wissensquellen etwas Neues entstehen lassen.

Die dritte Linie hat deshalb oft eine Art „Ich mache es einfach mal“-Energie. Wenn jemand sagt: „Das solltest du lieber nicht machen, das funktioniert nicht.“ kann die dritte Linie denken: „Vielleicht hat es bei dir nicht funktioniert. Ich möchte es trotzdem selbst ausprobieren.“

Und genau darin liegt ihre Lernweise: Sie muss eigene Erfahrungen machen. Durch diese Erfah-

rungen lernt sie, sich immer wieder an die Realität anzupassen. Sie entdeckt, was funktioniert, was nicht funktioniert und wie etwas verändert werden kann.

Ihre Stärke liegt deshalb nicht darin, von Anfang an alles richtig zu machen, sondern darin, durch Versuch und Irrtum immer wieder neue Lösungen zu finden.

Zeile 3:

Emotionaler Körper. Kreativ, dynamisch und unvorhersehbar, immer offen für Erfahrungen, stößt auf Dinge. Das Eingehen von Risiken ist seine natürliche Methode, um herauszufinden, was nicht funktioniert. Lernt aus seinen Fehlern und Misserfolgen.

Schatten > Scham, Vermeidung, Drama. Beschuldigt, stößt ab oder schockiert andere. Mangel an Engagement oder übermässiges Einbringen. Energieverschwendung. Verwendet Humor, um nicht zu fühlen und vorzugeben, die Kontrolle zu haben. Geht weg, um die eine oder andere Situation zu vermeiden, geht, indem er die Tür zuschlägt, und schämt sich dann zurückzukehren.

Licht > Freudige Vitalität, Vielseitigkeit, Flexibilität, spielerische Neugier. Lachen und Humor ermöglichen es ihm, Dinge zu ändern. Kann über sich selbst lachen. Verlässt sich auf seine Fähigkeit, sich an jede Situation anzupassen. Übernimmt die Verantwortung für seine intensiven Gefühle. Führt andere in seine Abenteuer.

Linie 4 Persönlichkeitsseite
4/1 und 4/6 

„Ich teile meine Erfahrungen und bringe Menschen miteinander in Verbindung.“

Juxtaposition zwischen personalem und transpersonalem Prozess

fest – stur – fixiert / flexibel – beeinflussend – ansteckend / nach außen tragen – sozial – freundlich

Der Ritt auf Messers Schneide zwischen Innen und Außen, das Gleichgewicht zwischen sturer Verkrampfung und fester Gegründetheit. Fordert andere heraus und wird herausgefordert! Innerlich festgelegt, aber magnetisch nach außen, für andere.

Die Vierte Linie ist grundsätzlich am offenen sozialen Austausch interessiert. Geben und Nehmen, Leben und Leben lassen. Dies führt dazu, dass eine Vierte Linie ein unglaublich soziales Talent hat, das sich auch in oft geradezu unüberschaubar großen Freundeskreisen zeigt. Wenn dieser Austausch und die gegenseitige Beeinflussung ohne Widerstände funktioniert, dann bleibt eine Vierte Linie offen, flexibel und bereit, mit allen Menschen in gutem Kontakt zu bleiben. Jedoch ist es meist so, dass eine Vierte Linie erfahren muss, dass dieser freie Austausch nur sehr selten von allen akzeptiert wird.

Eine Vierte Linie findet sich dann in einer Welt voller Bedingungen wieder, die gar nicht flexibel ist, sondern erst mal einige Forderungen stellt. Aus diesen Prägungen heraus entsteht dann allmählich die Übernahme dieser Einstellungen (die Vierte Linie ist ja auch die Linie des Angesteckt-Werdens) und mit der Zeit reduzieren sich die sozialen Kontakte, Scheuklappen und Engstirnigkeit machen sich breit und am Ende ist die Vierte Linie stur, fixiert, enorm streng in der Auswahl und Bewertung anderer Menschen und kann sogar vereinsamen.

Steht in Harmonie zur ersten Linie – Der Fussboden des 1. Stocks

Lernthema:
ÄUSSERE BEWEGLICHKEIT, AKZEPTANZ UND EINFLUSSNAHME BENÖTIGT INNERE GELASSENHEIT – BIN ICH SICHER ODER STUR?

Mentale Linie /4:
Opportunist > Externalisierung

Die vierte Linie dreht sich vor allem um Verbindung und Beziehungen. Für sie ist es wichtig, mit anderen Menschen in Kontakt zu sein, sich auszutauschen und eine echte, tiefe Verbindung aufzubauen. Eine vierte Linie möchte ihr Herz öffnen – aber sie braucht dafür Vertrauen und Sicherheit. Sie möchte wissen, dass die Beziehung auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung beruht.

Genau darin liegt auch ihre Herausforderung: Wenn eine vierte Linie verletzt oder enttäuscht wurde, kann es schwer sein, sich wieder zu öffnen. Gleichzeitig lernt sie gerade durch solche Erfahrungen, ihr Herz immer wieder neu zu öffnen und Vertrauen zu entwickeln.

Man kann sich das wie einen Muskel vorstellen: Wenn ein Muskel trainiert wird, entstehen kleine Risse und dadurch wird er stärker. Ähnlich kann auch das Herz durch schwierige Erfahrungen lernen, stärker und gleichzeitig offener zu werden.

Die vierte Linie hat außerdem Freude daran, mit anderen zusammenzukommen, zuzuhören und Wissen oder Erfahrungen miteinander zu teilen. Sie kann anderen Menschen sehr gut Anerkennung und Wertschätzung geben.

Dafür erwartet sie aber auch etwas zurück: echte Gegenseitigkeit. Sie möchte nicht nur geben, sondern auch selbst gesehen, gehört und wertgeschätzt werden.

Die vierte Linie wird als „Opportunist“ bezeichnet. Das bedeutet hier nicht, dass sie andere ausnutzt. Vielmehr geht es darum, dass sich ihre Möglichkeiten über Beziehungen und ihr persönliches Umfeld entwickeln.

Ihre Chancen entstehen häufig durch Menschen, mit denen sie verbunden ist.

Die vierte Linie möchte deshalb nicht unbe

dingt alles alleine herausfinden. Während die ersten drei Linien stärker mit ihren eigenen Erfahrungen, ihrem Wissen und ihren Experimenten beschäftigt sind, sagt die vierte Linie eher:

„Lass uns zusammensetzen, miteinander reden und voneinander lernen.“

Ihre besondere Stärke ist dabei ihre Herzenswärme, ihre Fähigkeit zur Verbindung und ihre Anerkennung für andere.

Die wichtigste Aufgabe der vierten Linie ist deshalb: Verbindung schaffen, Beziehungen pflegen und trotz Verletzungen das Herz offen halten.

Emotionaler Körper. Ist so involviert, Freunde zu finden, ein Netzwerk zu schaffen, um die Botschaft zu verbreiten, die zu seinem Herzen spricht, dass er seine intimen Beziehungen vernachlässigen kann.

Schatten > Ablehnung, Rücksichtslosigkeit, Hartherzigkeit, falsche Freundlichkeit. Angst vor Ablehnung, lehnt ab, anstatt abgelehnt zu werden. Verkapselt seinen Schmerz, schließt sich, zieht sich hinter einem Lächeln, einer höflichen Maske oder einer Gletscherwand zurück und kann seine Gefühle nicht ausdrücken.

Licht> Offenheit, Sanftmut, Großzügigkeit, Authentizität, Zusammenarbeit. Freundlich, einfühlsam, ehrlich, aufrichtig, konzentriert. Stellt Kontakte durch Gefühle, Sprache, Freundlichkeit her. Ist einflussreich, wenn er sein Herz öffnet und ohne Anstrengung verfügbar ist.

 

Linie 5 Persönlichkeitsseite
5/1 und 5/2 

„Ich beobachte das alles und versuche zu verstehen, was dahintersteckt und welchen größeren Sinn es ergibt.

Universalisieren – der abgehobene Überblick – transpersonal – Konditionieren – Rufen – Praktische Lösungen bringen

Die Fünfte Linie ist die erste der beiden transpersonalen Linien. Hierbei ist die Fünfte Linie die Linie der Vogelperspektive, die in diesem Konzert der 6 Linien sich von der Masse der Anderen loslöst und zu schweben imstande ist. In diesem Schwebezustand ergibt sich für eine Fünfte Linie ein enorm großer Weitblick, der wirklich Allgemeingültiges zutage fördert und auch zu vermitteln versucht. Jedoch haben Fünfte Linien sehr oft die Erfahrung gemacht, dass sie irgendwie nicht verstanden werden, was auch kein Wunder ist, denn sie haben eben einen von anderen Menschen kaum nachvollziehbaren Überblick. Aus dieser oftmals negativen Erfahrung heraus lernt eine Fünfte Linie, sich und die MItteilungen auf das zu reduzieren, was die anderen eben verstehen können.

Die Fünfte Linie ist durch die sichtbare Abgehobenheit aber für andere Menschen auch eine sehr attraktive Projektionsfläche für deren Erwartungen: Sie wird zwar nicht unbedingt als das erkannt, was sie ist, sondern als das, was die anderen in sie hinein interpretieren/projizieren. Die Fünfte Linie sticht dann wie ein Marker aus der Masse heraus, ist sich dessen aber bewusst (auf die Zweite Linie wird auch projiziert – diese ist sich dessen aber nicht bewusst).

Haus: Das Fenster im ersten Stock, durch das geblickt/projiziert wird, Erwartungen werden geschürt

Lernthema:
ÜBERWINDE DEINE PARANOIA UND SELBSTSUCHT INDEM DU ERKENNST, WAS DIE ANDEREN VON DIR ERWARTEN.

 

Mentale LINIE 5/:
Ketzer > Universalisierung

Die fünfte Linie hat einen etwas anderen Antrieb als die vierte Linie. Während die vierte Linie vor allem Verbindung und Austausch sucht, möchte die fünfte Linie verstehen, welcher größere Sinn hinter den Dingen steckt.

Die fünfte Linie schaut also gerne aus einer gewissen Distanz auf das Ganze. Sie beobachtet verschiedene Erfahrungen, Erkenntnisse und Zusammenhänge und versucht daraus ein übergeordnetes Verständnis zu entwickeln.

Dabei geht es nicht nur darum, Wissen für sich selbst zu sammeln. Die fünfte Linie möchte etwas erkennen, das auch für andere Menschen hilfreich und verständlich sein kann.

Die fünfte Linie wird als „Ketzer“ bezeichnet. Damit ist gemeint, dass sie bestehende Vorstellungen hinterfragen und neue Sichtweisen entwickeln kann.

Sie fragt beispielsweise:

„Muss das wirklich so sein? Gibt es nicht eine andere Möglichkeit, die für viele Menschen funktionieren könnte?“ Ihre Fähigkeit zur Universalisierung bedeutet, dass sie aus einzelnen Erfahrungen oder Erkenntnissen etwas Allgemeineres ableiten kann.

Sie versucht also, aus vielen einzelnen Puzzleteilen ein größeres Bild zu machen.

Die fünfte Linie kann dadurch Ideen oder Lösungen entwickeln, die nicht nur für sie selbst funktionieren, sondern auf viele Menschen übertragbar sind.

Ihre Stärke liegt deshalb darin, Zusammenhänge zu erkennen, Dinge zu vereinfachen und daraus etwas zu entwickeln, das für andere einen praktischen Nutzen haben kann.

Kurz gesagt:

Die fünfte Linie beobachtet das Ganze, erkennt Muster und versucht daraus eine Lösung oder ein Verständnis zu entwickeln, das für viele Menschen Sinn ergibt.

Mentaler Körper. Mystisch und praktisch, geheimnisvoll und verborgen. Die Leute sagen, dass er ein Retter ist und etwas Wertvolles zu bieten hat, und sie ärgern sich über ihn, wenn er ihre Erwartungen nicht erfüllt.

Schatten > Täuschung und Illusion. Selbstbesessenheit, Paranoia, Schuld. Dogmatisch, Rebell. Lügner. Dreht sich im Labyrinth seiner Überzeugungen, Illusionen, Projektionen und falschen Erwartungen, die er für real hält, im Kreis. Möchte, dass die Leute seine Geschichte hören.

Licht > Klarheit, realistische Ideen, praktische und visionäre Weisheit. Aus seinem mentalen Labyrinth heraus vertraut er und ist offen für die Perspektiven der Welt, vergibt sich selbst und anderen und fühlt sich frei, Fürsorge zu geben und zu empfangen. Ist zutiefst humanitär und immer bereit zu helfen.

Linie 6 Persönlichkeitsseite 
6/2 und 6/4

„Ich beobachte das Ganze mit Abstand, erkenne früh, wohin sich etwas entwickelt, und werde durch meine Erfahrungen zum Vorbild für andere.”

Der ultimative Anspruch – das absolute Ideal – Urteil, was weiter entwickelt wird – Wahrhaftigkeit/Arroganz – Distanziertheit

Mit der Sechsten Linie erreicht das Hexagramm sein Ende und es wird geprüft, ob die Lernaufgaben, die die ersten fünf Linien ausführen sollten, auch zu einem so guten Ergebnis geführt haben, dass ein weiterer Schritt möglich wird, nämlich der Schritt in das nächste Hexagramm in der Himmlischen Ordnung. Die Sechste Linie ist also auch Abbild des absoluten Richters, der das Urteil spricht. Jede Sechste Linie kommt in gewisser Weise mit diesem Thema in Kontakt. Daher werden im HDS einer Sechsten Linie 3 Lebens-Phasen zugeordnet, die dazu führen sollen, dass die Sechste Linie sich auf diese so wichtige Aufgabe der Authentizität und des Daseins als aufrichtiges Rollenvorbild gut vorbereitet.

Es ist also die Linie des absoluten Ideals, welches aber klar als Gegenteil der Realität erkannt werden muss. Das Ideal ist per definitionem nicht erreichbar und konkret lebbar. Daher hat die Sechste Linie die Aufgabe, das eigene Leben als das Anstreben dieses Idealzustandes zu erkennen, auch und gerade weil dieses Ideal eben nicht subjektiv besessen werden kann. Somit wird jeder Tag zu einem Schritt in diese Richtung: Verkörperung der Bemühung, sich so weit es geht dem Ideal, dem Anspruch und den Möglichkeiten anzunähern.

Jedoch wird die Sechste Linie von anderen Menschen wahrgenommen und erinnert diese daher mehr oder weniger konkret an deren mehr oder weniger große Bereitschaft, so weit an sich zu arbeiten, dass dieses Streben nach den maximalen Möglichkeiten zu einer echten Motivation im Leben wird. Wenn das Umfeld diese Erinnerung positiv aufnimmt, dann ergibt sich eine innige Seelenverwandtschaft, wenn nicht, dann wird die Sechste Linie oft mit dem Vorwurf der Arroganz konfrontiert.


Haus: das Dach, für alle sichtbar, der potentielle Sprung ins Ungewisse

Lernthema:
ÜBERWINDE DEINE ABGEHOBENHEIT
INDEM DU ROLLENVORBILD WIRST.

 

Die 3 Phasen der
6. Linie

1. Phase: bis Saturn-return (ca. 28,6 Jahre):
das Leben verläuft ähnlich das einer 3. Linie – Fehler, Irrtum, Anpassungsfähigkeit, Pessimismus – es gilt, aus diesen subjektiven „Fehlern“ lernen, um so vom Pessimismus zum Optimismus zu finden – in einem Gerichtsprozess: dioe Rolle als Täter/Opfer.

2. Phase: bis Chiron-return (30 bis ca. 50 Jahre): die 6. Linie hat genug erlebt, zieht sich zurück, ist abgehoben, am Dach – sie wird zum Beobachter. Es geht in dieser Phase darum, das persönlich Erlebte zu reflektieren und zu objektivieren um so daraus zu lernen. Aus dem Pessimismus der 1. Phase entwickelt sich authentischer Optimismus – Der Geschworene im Gerichtsprozess.

3. Phase: nach Chiron Return: (ab ca. 50) das Leben in der Forderung, als lebendes Rollenvorbild zurückgekehrt zu sein in die Welt. Dieser Wiedereintritt kann sehr schmerzhaft sein, wenn die Dachphase nicht zur Bearbeitung der subjektiven Erlebnisse genutzt wurde – Der authentische Richter in dem Gerichtsprozess.

 

 

Mentale LINIE 6/:
Vorbild > Übergang

Die sechste Linie hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann Dinge oft schon erkennen, bevor sie tatsächlich passieren. Während andere Menschen noch mitten in einer Situation stecken, kann die sechste Linie bereits sehen, wohin sich etwas entwickelt. Man könnte es sich so vorstellen:

Alle stehen an einer Straße und jemand läuft gerade auf einen Unfall zu. Die sechste Linie sieht vielleicht schon vorher: „Wenn du jetzt so weitergehst, wirst du gleich gegen dieses Hindernis laufen.“

Und dann entsteht eine wichtige Frage:

„Soll ich etwas sagen und eingreifen – oder soll ich die Person ihre eigene Erfahrung machen lassen?“ Genau dieses Abwägen kann ein Thema der sechsten Linie sein. Sie erkennt mögliche Entwicklungen und Konsequenzen oft früh, kann aber nicht immer verhindern, dass andere Menschen ihre eigenen Erfahrungen machen müssen.

Das kann manchmal frustrierend sein, weil die sechste Linie das Gefühl haben kann: „Ich sehe doch schon, was passieren wird – warum hört mir niemand zu?“ Dadurch kann sie sich zeitweise nicht gesehen oder nicht verstanden fühlen. Die sechste Linie wird als „Vorbild“ bezeichnet. Dabei geht es nicht darum, perfekt zu sein oder immer alles richtig zu machen.

Vielmehr wird sie durch ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen zu jemandem, von dem andere lernen können.

Die sechste Linie durchläuft dabei verschiedene Entwicklungsphasen. Sie sammelt Erfahrungen, beobachtet, was funktioniert und was nicht, und entwickelt mit der Zeit einen größeren Überblick. Dadurch kann sie später anderen zeigen: „Ich habe das selbst erlebt. Ich weiß, wohin bestimmte Wege führen können.“

Ihre Aufgabe besteht also weniger darin, alle

anderen zu retten oder vor jedem Fehler zu bewahren. Es geht vielmehr darum, durch die eigenen Erfahrungen und die daraus gewonnene Weisheit ein Beispiel für andere zu sein.

Kurz gesagt:

Die sechste Linie sieht oft weiter voraus, beobachtet Entwicklungen und lernt aus ihren Erfahrungen. Mit der Zeit wird sie dadurch immer mehr zu einem Vorbild für andere.

Mentaler Körper. Sucht eher zu transzendieren als zu fühlen. Das Wichtigste ist Vertrauen.

Schatten > fehlt oder verschwindet. Innere Abwesenheit, trennt, verlässt den Körper. Fern und überlegen, ist nicht beteiligt, entkommt auf das Dach, isoliert sich, trennt sich. Fühlt sich ausgeschlossen, wenn er nicht beitragen kann. Heuchelei praktiziert nicht, was er predigt.

Licht > Verkörperte Präsenz, echte Partizipation, Verbundenheit, aktive Beziehung. Inkarnierte Weisheit. Objektivität, umfassender Überblick, der alles umfasst, objektive Berücksichtigung aller Aspekte einer Situation. Visionärer Lehrer, Beschützer. Wenn er das Vertrauen findet, sich zu engagieren, inspiriert er andere, indem er seine Weisheit und sein umfangreiches Wissen teilt.